Zugegeben, die Zählweise und Platzeinteilung im Tennis ist merkwürdig. Aber einmal verstanden ist sie einleuchtend und lässt dem Schwächeren immer eine zweite Chance.

Maße und Linien für ein Tennisfeld

Im Jahr 1874 stellte Major Walter Clopton Wingfield im walisischen Nantclwyd das erste moderne Tennisspiel vor.
"Ich setze zwei Pfosten in den Boden, etwa 20 Fuß von einander entfernt," erklärte er dem werten Publikum damals, "dazwischen spanne ich ein Netz." Mit weiteren Netzen, die durch Schnüre und Pflöcke im Rasen verankert waren, markierte Wingfield ein leicht schmetterlingsförmiges Spielfeld, das deshalb anfangs "papillon" genannt wurde.

Bis auf die inzwischen rechteckige Form und eine niedrigere Netzhöhe an Halterungen außerhalb des Spielfeldes hat sich an der Grundausstattung des Courts wenig verändert.

Ein heutiger Tennisplatz ist 23,77 Meter lang und 8,23 Meter breit, geteilt durch ein Netz, das von 91,4 Zentimetern in der Mitte auf 107 Zentimeter an den Pfosten ansteigt. Die vier Aufschlagfelder zu beiden Seiten des Netzes messen jeweils 6,40 x 4,11 Meter. Nur beim Aufschlag muss der Ball in diesen Feldern landen, ansonsten kann er irgendwo ins Feld zwischen gegnerischer Grundlinie und den beiden Seitenlinien gespielt werden. An beiden Längsseiten gibt es zwei 1,37 Meter breite Streifen, den Korridor, als zusätzliche Spielfläche für das Doppel.

So läuft das Spiel

Der erste Aufschlag wird immer von der rechten Seite ausgeführt und muss im schräg gegenüberliegenden Aufschlagfeld landen. Bei Berührung der Netzkante wird wiederholt, sofern der Ball regulär im Aufschlagfeld aufgesprungen ist. Bei einem Fehler (Ball im Netz oder im Aus) hat der Aufschläger jeweils eine zweite Chance. Bei einem Doppelfehler geht der Punkt an den Gegner. Nach einem korrekten Aufschlag wird jeder Ballwechsel so lange gespielt, bis einer der beiden Spieler einen Fehler macht (Ball ins Netz, ins Aus, oder zweimal den Boden berührt). Nach jedem Punkt wechselt der Aufschläger die Seite an der Grundlinie. Hat er zunächst auf der rechten Seite aufgeschlagen, schlägt er nun von der linken Seite auf. Für die Aufschlagphase hat er 20 Sekunden Zeit. Das Aufschlagrecht wechselt nach jedem Spiel. Bei allen ungeraden Spielständen (1:0, 2:1, 3:2 u.s.w.; beim Tiebreak nach jeweils sechs Punkten) tauschen die Spieler die Seiten. Beim Seitenwechsel gibt es eine Bank-Pause von 90 Sekunden, die direkt nach Ende eines Satzes um 30 Sekunden verlängert ist. Dafür verzichtet man bei 1:0 auf die Ruhephase.

So wird gezählt

Die Zählweise mit 15, 30, 40 (ursprünglich 45) und Spiel (ursprünglich 60) geht auf die Vorgänger des Tennis im Frankreich des 13. Jahrhunderts zurück, das "Jeu de Paume". Damals wurde um Geld gespielt, der Punkt um einen sous, der 15 deniers (Denare) Wert war. Da es damals ein Gesetz gab, das alle Spiele auf höchstens 60 Denare begrenzte, gewann ein Spieler mit dem vierten Punkt das Spiel. Wenn nach den heutigen Regeln beide Spieler die gleiche Punktzahl (40:40) haben, nennt man das Einstand oder international deuce. Mit einem Punkt Vorsprung hat ein Spieler "Vorteil" (englisch advantage), doch erst bei zwei Punkten Vorsprung gewinnt er das Spiel (englisch game). Wenn der Aufschläger den ersten Punkt macht, steht es 15:0, macht der Rückschläger den ersten Punkt, steht es 0:15. Macht der Aufschläger nun den nächsten Punkt, steht es entweder 30:0 oder 15:15. Nach dem nächsten erfolgreichen Punkt kann der Aufschläger 40:0 führen und mit dem nächsten Punkt das Spiel gewinnen. Das bedeutet, dass zu einem gewonnen Spiel mindestens vier Punkte gehören. Eine Höchstzahl kann es nicht geben, da über die Einstandsregel das Spiel (theoretisch) unbegrenzt weiter gehen kann. Wer zuerst sechs Spiele hat, gewinnt den Satz (set), allerdings sind wiederum zwei Spiele Vorsprung nötig (maximal 7:5). Um das Spiel abzukürzen und keine Spielstände von 9:9 oder 14:14 zu bekommen, wurde vor 35 Jahren bei 6:6 der Tiebreak eingeführt. Wer dabei zuerst sieben Punkte (bei 6:6 zwei Punkte Vorsprung) erzielt, holt sich endgültig den Satz.

Regeländerungen

Bis auf die Einführung des Tiebreaks sind die Tennisregeln kaum verändert worden. In der Diskussion befinden sich aber immer wieder folgende Änderungen:

  • Abschaffung des zweiten Aufschlags
  • Abschaffung der Vorteilsregel
  • Abschaffung der Wiederholung des Aufschlags bei Netzberührung
  • Verkürzung des Satzes auf vier Spiele.

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